Historisches

Am 23. Oktober 1880 wurde aus der Kapelle "Schellhas" eine Feuerwehrkapelle gegründet, die aber wegen Meinungsverschiedenheiten wieder von der Feuerwehr abgetrennt wurde. Die Kapel-le trat aber weiter unter dem Namen "Schellhas" auf. Ab dem 1. März 1919 bestand wieder eine Feuerwehrkapelle, die aber am 9.Februar 1926 wieder aufgelöst wurde. Die Gründe für die Auflö-sung sind heute leider nicht mehr bekannt. Der frühere Leiter der Musikschule, Emil Schäfer, gründete die Kapelle wieder neu. Von nun an hatte die Feuerwehr wieder einen Musikzug.

Ab 1936 stand die Kapelle unter der Leitung von Wilhelm Pilger und musizierte bis in die Kriegsjahre weit über hessische Grenzen hinaus. Es ist das Verdienst des früheren Leiters der Kapelle Wilhelm Pilger, des Ortsbrandmeisters Josef Heckner und des Schriftführers der Wehr, Gustav Kammer, daß am 28. Juni 1946 die Militär-Regierung die Genehmigung erteilte, wieder eine Ka-pelle unter der Leitung von Hartmann Gonther zu gründen. Von da an probte die Kapelle 2-mal die Woche, eine Probe für die Bläser, eine für die Steicher. Zusammen hatte die Kapelle eine bemerkenswerte Stärke von 40 Musikern. Diese Musikerinnen und Musiker gaben am 4. Januar 1947 ihre Premiere im Rahmen einer Feier.

Nun kam man auf die Idee einen Spielmannszug zu gründen, aber nachdem dieser Spielmanns-zug einige Jahre recht und schlecht existierte wurde er wieder aufgelöst. Nachdem Hartmann Gonther die Führung der Kapelle aufgegeben hatte, übernahm Heinz Heldberg die Leitung der Kapelle, nachdem auch Wilhelm Pilger die Führung der Kapelle aufgegeben hatte. Der Bevölkerung sind die Burggartenkonzerte dieser Zeit noch in guter Erinnerung. Nachdem Heinz Heldberg die Kapelle 16 Jahre geleitet hatte, verstarb er plötzlich am 27.Juni 1963. Im Frühjahr 1947 wurde der Musikzug (MZ) ein selbstständiger Zug der freiwilligen Feuerwehr Friedberg.

Nach dem Tod Heldbergs übernahm Adolf Weller, 1.Trompeter im Musikzug, die Leitung der Ka-pelle. Das Ansehen des Musikzuges stieg stetig. Nachdem Adolf Weller am 27. April 1967 viel zu früh verstarb, übernahm Walter Dechesne die Führung der Kapelle. In dieser Zeit begannen die Verschwisterungsreisen nach Bishop´s Stortford (England) und Villiers sur Marne (Frankreich).

Aber auch Walter Dechesne legte sein Amt nieder und Wilhelm Straub übernahm das Dirigat. Während Herr Dechesne die Kapelle etwa ein Jahr leitete, war Herr Straub nur einige Monate tätig. Daraufhin erklärte sich Bernd Weller, der Sohn von Adolf Weller, bereit, die Leitung der Kapelle zu übernehmen.

Er führte die Arbeit seines Vaters weiter und brachte mehr und mehr moderne Musik in die Kapelle ein. Nach etwas mehr als 25 Jahren legte auch Bernd Weller wegen beruflicher Überlastung das Amt als Kapellmeister nieder. Dankenswerter weise übernahm Detlef Zeman, der schon einige Jahre als Musiker in der Kapelle war, 1993 kommisarisch die Stabsführung. Nachdem auch Detlef Zeman das Amt als Leiter der Kapelle niederlegte, übernahm Guido Rotter am 1. April 1999 sein Amt.

Gründung der Stadtkapelle-Friedberg e.V.

Ein entscheidender Schritt wurde am 28.11.1999 getätigt. Die Kapelle trennte sich von der Feuerwehr und gründete unter Führung des Dirigenten Guido Rotter und des 1. Vorsitzenden Herbert König die Stadtkapelle Friedberg e.V. und wendete sich überwiegend der sinfonischen Blasmusik zu. Damit wurde eine stärkere Integration der Kapelle in die kulturelle Szene der Stadt Friedberg erreicht und die Stadtkapelle hat sich heute zu einer treibenden Kraft in der Pflege der sinfonischen Blasmusik entwickelt.

Im Oktober 2014 übernahm Michael Meiniger die Leitung des Orchesters.